Anklage unerwünscht!: Korruption und Willkür in der deutschen Justiz
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ein durch und durch misslungenes Buch
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Wenn ich es nicht besser wüsste, hätte ich geglaubt, die Verfasser dieses Buches arbeiten hauptberuflich bei der Bild-Zeitung. Denn genauso liest sich ihr Buch: voll von auflageträchtigen Schlagwörtern, emotionsheischenden persönlichen Leidensgeschichten und Verallgemeinerungen die einem die Haare zu Berge stehen lassen. Hier versucht jemand, der leider über wenig juristisches Verständnis verfügt, die deutsche Justiz zu kritisieren, was sich dann eher wie eine Stammtischwetterei auf etwas gehobenenerem Niveau anhört. Da ist die Staatsanwaltschaft ganz böse, weil sie mehr als 10 Jahre nach einem sexuellen Mißbrauch keine Anklage mehr erhebt, obwohl sie doch die Zeugenaussage des Opfers hat. Dass es mangels zeitlicher Eingrenzung und irgendwelcher anderweitiger Hinweise nie zu einer Verurteilung gekommen wäre bleibt unerwähnt. Da wird ganz Plauen als eine Stadt von Ex-Stasispitzel und Neonazis dargestellt in der es nur eine Handvoll Gerechter gibt. Da wird versucht, hochkomplexe Korruptionsaffären, wie die UNO - Oil-for-Food-Program Affäre oder der Fall der Leuna-Raffinerie, die Wirtschaftsspezialisten über Monate beschäftigt hielten auf wenige Seiten zusammenzufassen, was in einem heillosen, unverständlichen Durcheinander endet. Und das alles in einer Sprache, die wie gesagt eher an die Bild erinnert als an seriösen Journalismus ("Bekannt ist, dass er seine eigene Frau schlagen soll.")Aber für seriösen Journalismus ist Herr Roth ja auch nicht bekannt und sein Verhältnis zur deutschen Justiz dürfte nach einigen Verurteilungen wegen unseriös (bzw. gar nicht) ermittelten Veröffentlichungen auch eher gespalten sein. Fazit ist, in der deutschen Justiz ist mit Sicherheit vieles im Argen und darüber hätte man auch ein richtig gutes Buch schreiben können - dieses hier ist jedoch keines.
Eine Rezension von Katrin Sobtzick "beliala" > Berlin
vom 20. April 2008
Kundenrezensionen:
10. lesenswert
9. Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen.
8. Boulevard-Niveau ohne roten Faden
7. ein durch und durch misslungenes Buch (die aktuell angezeigte Rezension)
6. Augen auf!
5. Das Buch ist ein Witz!
4. Dieses Buch braucht noch mehr Öffentlichkeit...
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