Schwarzbuch Beamte: Wie der Behördenapparat unser Land ruiniert


 
Am Thema vorbei: Der Autor polemisiert auf 300 Seiten gegen Privatiesierung!
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Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Schwarzbuch Beamte: Wie der Behördenapparat unser Land ruiniert (Taschenbuch) Wer aus diesem Einband, wie auch aus den Erklärungen der Rückseite des Buchdeckels, erwartet, in diesem Buch ginge es um Sinn und Unsinn des Beamtentums in Deutschland sieht sich jäh getäuscht.

Worum es in diesem Buch NICHT in erster Linie geht:
- Nutzen des Beamtentums für die Gesellschaft
- Auswüchse des Beamtentums
- Notwendigkeit eines Beatmtentums in diversen Funktionen
- Faktenbasiertes, theoriegeleitetes Argumentieren

Lediglich im ersten Teil wird annähernd das behandelt, was der Leser angesichts des Titels erwarten darf. Leider macht dieser Teil des Buches kaum 20 Seiten aus.

Was Danach folgt ist eine persönliche Abrechnung mit allen Möglichen Misständen in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft.

Dabei ist das Muster in jedem Kapitel immer gleich:
- Die Überschrift betrifft noch ein "beamtenrelevantes Thema". Aber bereits nach wenigen einleitenden Sätzen verzettelt der Autor sich in sachfremden Nebenaspekten, die mit dem eigentlichen Thema aber auch rein gar nichts mehr zu tun haben.
- Dann reiht sich sprachlich holprig ein markiger Spruch an den nächsten.
- Bis alles in einer polemischen Kritik an diffusen marktwirtschaftlichen Kräften endet, die Wieczorek wahlweise als "Marktradikale", "FDP-Wähler" oder "BWL-Bachelors" personifiziert.

Beispielhaft sei hier die Frage der Verbeamtung von Lehrern erwähnt. Kaum ein Argument dafür oder dagegen füllt in diesem Kapitel die Seiten. Statt dessen geht es um die Pisa-Studie, Jugendgewalt, Privatschulen ...

Nachdem man etwa ein Drittel gelesen hat, wird einem der Stil schnell schal. Nach der Hälfte war er mir dermaßen zuwider, dass ich aufgehört und nur noch die letzten Kapitel gelesen habe.

Dieses Buch hätte definitiv einen anderen Titel verdient. Den Leser in solcher Weise über den Inhalt eines Buches zu täuschen ist eine Blamage für den Knaur-Verlag.



Eine Rezension von Ein Kunde
vom 1. Mai 2007
Kundenrezensionen:
3. Realsatirekrimi für Freunde und "Feinde" der Beamten
2. Am Thema vorbei: Der Autor polemisiert auf 300 Seiten gegen Privatiesierung! (die aktuell angezeigte Rezension)
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