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Oppositioneller, sondern der Höhepunkt. Der Stalinismus schuf somit die dieselbe Unfreiheit,
wie der Faschismus, dieselbe Ungerechtigkeit, wie der Faschismus und nutzte dieselbe rohe
Gewalt, wie der Faschismus. Kein Wunder, dass Silone den Begriff roter Faschismus
benutzt.
___________________________________________________________ ___Brot und Wein
Brot und Wein werden im Roman oft verzehrt. Beide Elemente schaffen somit eine
Kontinuität, einen roten Faden, der sich durch das Buch zieht. Dabei wechseln die beiden
Metaphern Brot und Wein ihre Bedeutung. So schaffen sie noch zu Anfang das Gefühl der
Ursprünglichkeit: Dieser Körper lag auf dem Stroh, zwischen einem Laib Brot und ein er
Flasche Wein. Das war das Mittagsmahl, das Cardile ihm gewöhnlich auftischte. Das Stroh
war gelb, das Brot war braun, der Wein war rot.58 Spinas Körper wird, wie ein Gegenstand
unter Gegenständen beschrieben, nichts weiter als ein Produkt der Erde.59 Später wechseln
die Metaphern ihre Bedeutung und werden zu Versinnbildlichung der Einfachheit, in der
Spinas sich befand: Don Paolo hatte auf gutes Essen niemals viel Wert gelegt, und ohnehin
konnte man in Pietresecca kaum Abwechslung beschaffen. Brot in Wein getaucht schmeckte
ihm noch am besten.60 Wein und Brot ist zugleich eine Metapher für die Zerrissenheit Spinas
zwischen Christentum und Kommunismus, zwischen Hoffnung und Defätismus, zwischen
Kampf und Aufgabe. Taucht er das Brot in den Wein schafft er somit eine Einheit zwischen
Polen, in denen er sich befindet. Andererseits zeigt es auch die Diskrepanz zwischen Altem
und Neuem. Bildlich gesprochen: Zwischen Fatalismus und Revolution: Alle jungen
Menschen machen eine Zeit durch, in der Brot und Wein des Elternhauses ihnen schal
erscheinen und in der sie anderswo ihre Nahrung suchen, dann glauben sie, dass nur das
Brot und der Wein der Schenken an den großen Straßenkreuzungen ihren Hunger und Durst
stillen können. Aber der Mensch kann nicht sein ganzes Leben im Wirtshaus verbringen. 61
Pietro weiß selber, dass er seine Gespaltenheit nicht ewig ziehen lassen kann. Brot und Wein
sind zwei Pole, die äquivalent sind. Beides sind Produkte, die mit eigenen Händen geschaffen
wurden und die fehlende Einheit aufzeigen: Er war es, der mir geholfen hat, das Korn zu
säen, zu ernten, zu dreschen und zu mahlen, aus dem dieses Brot gemacht ist. Nehmt es und
eßt es, es ist sein Brot...Er war es, der mir geholfen hat, die Weinstöcke zu beschneiden und zu
schwefeln und die Trauben zu ernten, von denen dieser Wein stammt. Trinkt, es ist sein
Wein62 Nach der christlichen Überlieferung stellen Brot und Wein das Laib und Blut Christi
dar. Jesus feierte mit seinen Jüngern das Abendmahl und trug ihnen auf, dies zu seinem
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