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bedient sich nicht jeder Facette des Faschismus, deswegen wird mein Hauptaugenmerk im
Folgenden auf die Verhältnisse der Kirche zum Faschismus, der Hypnosewirkung des
Faschismus auf das Volk und den Antifaschismus liegen.
Die Geschichte von Wein und Brot findet vor dem Zweiten Weltkrieg statt, während
Mussolini am Höhepunkt seiner Macht steht und Italien sich auf einen Krieg mit Äthiopien
vorbereitet. Der Kommunist Pietro Spina kehrt aus dem Exil nach Italien zurück um dort im
Untergrund politisch zu agitieren. Aus Angst vor Entdeckung ist Spina gezwungen sich als
Priester zu verkleiden und sich fortan unter dem Namen Don Paolo Spada zu tarnen. Die
Kirche bildet den Halt der armen Landbevölkerung, und fast wider Willen wird Spina in
seiner priesterlichen Verhüllung zum christlichen Wohltäter. Zu seinem Unmut entschließt er
sich nach Rom zu reisen, um dort Kontakt mit Genossen aufzunehmen. Enttäuscht kommt er
zurück in die Abruzzen, wo er später von den Carabinieri entdeckt wird und fliehen muß. Der
Roman hat ein offenes Ende.
Silones Werk beinhaltet sehr viele autobiographische Elemente, wenn sie auch fiktional sind,
deswegen werde ich zunächst einen Blick auf die Biographie des Autors werfen.
_______________________________________________Ignazio Silone Kurzbiographie
Ignazio Silone wurde am 1. Mai 1900 unter dem Namen Secondino Tranquilli geboren. In
seinem Heimatdorf, Poscina dei Marsi, in den Abruzzen wuchs er in einer
Mittelschichtsfamilie auf. Sein Vater Paolo Tranquilli war vom Beruf Kleinbauer, seine
Mutter Marianna war Weberin. Schon von Kindheit an erfuhren Secondino zahlreiche
Schicksalsschläge. Von den sieben Kindern der Familie Tranquilli überlebten nur drei. Im
Alter von elf Jahren starb sein Vater. Die Beziehung zum Vater war es die ihn Zeit seines
Lebens prägen sollte. Mit seinem Vater verbinden sich für Silone eindrückliche Erlebnisse.
Er, der Vater, war es der sich gegen den Fürsten Torlonia, einem der reichsten Grundbesitzer
und auch meistgehasstesten Männer der Region, stellte, als dieser sich zur kommunalen Wahl
gestellte hatte. Seine Familie bedrängte ihn, er solle mit seiner starrsinnigen Haltung nicht alle
ins Unglück stürtzen. Paolo entschoß sich schließlich seine Ablehnung nicht öffentlich zum
Ausdruck zu bringen. Trotz der Abhängigkeit der Bauern von Torlonia gewann ein
unscheinbarer Gegenkandidat. Ein Akt subversiver Schläue? Für Silone war dieses Ereignis
eine Lektion über das Verhalten seiner Landsleute.
Am 13. Februar 1915 brachte ein Erdbeben Silones geordnete Welt zum Wanken. Das
Erdbeben in den Abruzzen fordert den Tod von 30000 Menschen1. Unter den Opfern war
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